KULTUR
Foto: Olaf Ostermann
Limeskastell Pohl
Kirchstraße
56357 Pohl
Zur Saisoneröffnung wird es ein kleines Römerfest rund um die Mitgliederversammlung des Förderkreises Limeskastell Pohl geben. Wir aktualisieren das Programm ständig und freuen uns schon jetzt auf viele Besucher. Der Eintritt ist frei.
21./22.3.2026
Schola Romana
Gingen Kinder in der Römerzeit auch schon zur Schule? Und wenn ja, was lernte man da? Vom Alphabet bis zum Zahlensystem: Die »schola romana« bietet interessante Einblicke in den Unterricht der römischen Schülerinnen und Schüler. Wer will, kann selbst einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, mit einem Stilus auf einer Wachstafel zu schreiben, oder wie man mit Abakus und Rechenbrett kalkulieren kann. Tintenfass und Papyrusrolle dürfen natürlich nicht fehlen. Zahlreiche Anschauungsobjekte und Abbildungen vermitteln ein lebendiges Bild davon, welche Rolle Lesen und Schreiben im alltäglichen Leben spielten. Übrigens: Auch Erwachsene dürfen in die »schola romana« gehen…
Bronzegießer-Werkstatt
Römisches Badewesen und Kosmetik mit Workshop »Herstellung einer eigenen Duftsalbe«
CRIMINA! – Kriminalität im Römischen Reich
Überfälle und Einbrüche, Mord und Totschlag, Diebstähle und Betrügereien aller Art – in der Antike hatte das Verbrechen viele Gesichter. Das römische Reich wird noch heute bewundert für die Effizienz seines Verwaltungsapparates, die Disziplin in den Legionen und das hoch entwickelte römische Rechtswesen – umso erstaunlicher ist es, dass es zu keiner Zeit eine reguläre Polizei gab, die die Bewohner vor kriminellen Übergriffen schützte. Sicherheit war über viele Jahrhunderte, eigentlich bis in die Neuzeit, Privatangelegenheit. Archäologische Funde legen nahe, dass die Bevölkerung sich von latent vorhandenen Gefahren bedroht fühlte und den häufig korrupten Behörden misstraute. Neben ganz praktischen Schutzmaßnahmen für das Haus, die alltäglichen Dinge und auf Reisen vertrauten die Menschen insbesondere auf den Beistand und die Gerechtigkeit durch die Götter. Die angewandten Methoden erscheinen heute ungewöhnlich bis skurril, entsprechen aber den gängigen Vorstellungen und Bedürfnissen er römischen Gesellschaft. Und letztendlich unterscheiden sie sich doch nicht so gravierend von der modernen Zeit, nur die Hilfsmittel haben sich verändert.
Der römische Geschirrhändler
Terra Sigillata ist die hochwertige Glanztonkeramik der Römerzeit. Aufgrund ihrer komplexen Herstellungstechnik wurde sie an wenigen Produktionsstandorten im römischen Reich hergestellt. Römische Geschirrhändler, sog. negotiatores artis cretariae, waren für einen weitreichenden Vertrieb bzw. Handel dieses Tafelgeschirrs im römischen Reich zuständig. Der Archäologe Manuel Thomas M.A. beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Erforschung der Terra Sigillata, vor allem mit Produktion, Verbreitung und Datierung der Terra Sigillata aus Rheinzabern. Als Römischer Geschirrhändler präsentiert er dem Publikum die große Bandbreite an Gefäßtypen und Dekorationsarten in Terra Sigillata, Er veranschaulicht auch eindrucksvoll die Herstellung und Organisationsstruktur der Großtöpfereibetriebe in Rheinzabern, dem römischen Tabernae.
Mit römische Textilien auf Tuchfühlung
Haben Sie schon einmal die Feinheit der Wolle unterschiuedlicher Schafrassen erspürt oder an echten Purpurschnecken geschnuppert? Barbara Thomas M.A. zeigt Ihnen Fasern aus Pflanzen und Tierhaaren, natürliche Farbstoffe wie Indigo und echten Purpur, das Spinnen mit Fallspindel und Handrocken, das Kammweben und historische Webkanten, in Form gewebte Kleidung und textilarchäologische Besonderheiten. Alle am Infostand verwendeten Objekte sind Rekonstruktionen römischer Originalfunde. Die Textilien entsprechen den archäologischen Vorbildern und sind mit pflanzlichen oder tierischen Farbstoffen gefärbt. Besucher:innen erfahren Konstruktion und Funktionsweise von Webstühlen, das grundlegende Design der römischen „Zero-Waste-Fashion“ und die verschiedenen Schritte der Herstellungskette. Häufig entwickeln sich dabei Gespräche, die an die eigenen Erfahrungen beim „Handarbeiten“ oder in textilen Berufen anknüpfen und sich bis zur Wertschätzung von Kleidung in heutiger Zeit spannen.
21.3.2026 / 15:30 Uhr
Mitgliederversammlung Förderkreis Limeskastell Pohl e.V.
21.3.2026 / 17:30 Uhr / Vortrag
Römische Frauen und ihre Möglichkeiten zur Teilhabe an Bildung
Dr. Britta Hallmann-Preuß
In römischer Zeit scheint die Rolle der Frau die einer Gattin, Hausfrau und Mutter gewesen zu sein. Abseits des Klischees standen dennoch viele von ihnen »ihren Mann«in Alltag und Beruf. Welche Möglichkeiten hatten Frauen, die dafür notwendige Schulbildung zu erhalten? Wie viele konnten überhaupt lesen und schreiben, aus welchen sozialen Schichten stammten sie und welche Berufe übten sie aus? In Urkunden und Briefen lässt sich nicht nur ihr gesellschaftliches Wirken in der Öffentlichkeit nachvollziehen, sondern auch ihre aktive Beteiligung am Wirtschaftsleben. In ihrem Vortrag widmet sich die Leiterin des Stadtmuseums Bad Dürkheim den Spuren, die weibliche Bildung hinterlassen hat. Anhand von archäologischen Funden und Berichten antiker Autoren präsentiert sie in ihrem reich bebilderten Vortrag Interessantes und Wissenswertes rund um schreibende und lesende Frauen in römischer Zeit.
Freier Eintritt
Limeskastell Pohl
06772 96 80 768
tickets(at)limeskastell-pohl.de
Limeskastell Pohl
Kirchstraße
56357 Pohl
06772 9680768