Ausschnitt eines Planes aus dem Jahr 2003, erstellt durch Prof. Uhle

Die erste Idee vom Limespark: Aufstellung eines Hinweisschildes am Landgrabenwald im Jahr 2000. In der Bildmitte Bürgermeister Wolfgang Crecelius, ganz rechts der damalige Staatssekretär Karl Peter Bruch.

Eine frühe Skizze vom Planer und Ideengeber der ersten Stunde, Prof. Uhle aus Winden.
Projektgeschichte
Wie hat sich das Projekt »Limeskastell Pohl« entwickelt? Eine kurze Zusammenfassung:
2000
Die Idee zur Visualisierung römischer Spuren in Pohl stammt aus dem Jahre 2000. Der heutige rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch hatte bei einem Besuch die Anregung gegeben. Wenig später empfahl die Archäologische Denkmalpflege, nicht die Rekonstruktion eines der schon zahlreich vorhandenen Wachttürme anzustreben, sondern die Wiedererrichtung eines Kleinkastells, wie es einstmals in Pohl gestanden hatte. Auslöser für die Überlegungen war die Beplanung eines kleinen Neubaugebietes in Limes-Nähe.
2001 - 2005
Im Ortsgemeinderat wird die Idee mit einer gewissen, vor allem in ökonomische Aspekten begründeten, Skepsis aufgenommen. Dennoch ist man sich rasch einig in der Absicht, alle Möglichkeiten der Realisierung auszuloten, um die Chancen für den Ort und die Region zu nutzen.
Eine Arbeitsgruppe der Ortsgemeinde suchte daraufhin Kontakt mit vergleichbaren Projekten in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, in Bayern und Baden-Württemberg. Mit ersten Entwürfen und Betriebskonzepten des Planungsbüros Professor Uhle aus Winden tauschte man Erfahrungen mit den betroffenen Gemeinden und »Insidern«. Übereinstimmend erfuhren die Pohler Vorhaben breite Zustimmung und Ermunterung.
Nachdem der obergermanisch-raetische Limes im Juli 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, erfährt der deutsche Limes-Abschnitt große öffentliche Aufmerksamkeit. In Pohl ist man durch gute Vorarbeit in der Lage, zahlreiche Informationsveranstaltungen und Limes-Führungen zu übernehmen.
Hinsichtlich der Investitionskosten des Limeskastells liegen recht schnell und zuverlässig die Zusagen des Landes Rheinland-Pfalz und des Rhein-Lahn-Kreises vor, der sich über die Wirtschaftsförderung an dem Projekt beteiligen will. Ein relativ kleiner Teil wird von der Region (Verbandsgemeinde Nassau und Ortsgemeinde Pohl) übernommen.
2006
Die erforderlichen politischen Zustimmungen zum Projekt liegen nun vor. Nach dem »Ja« von Land, Kreis und Ortsgemeinde findet sich auch die Verbandsgemeinde zu einer an Bedingungen geknüpften Zustimmung bereit.
2007
Das Land Rheinland-Pfalz schlägt die Ortsgemeinde Pohl als alleinigen, von der VG-Verwaltung unterstützten, Träger des Bauvorhabens vor. Detaillierte Pläne für den Bau mit Absicherungsmechanismen gegen ausufernde Kosten und Nachsteuerungsmöglichkeiten durch die Gemeinde liegen zur Antragsstellung beim Land vor.
Am 19. April spricht sich der Verbandsgemeinderat endgültig mehrheitlich dafür aus, Bau und Betrieb des Projektes mitzufinanzieren. Im Juni kommt es in Pohl auf Initiative der Ortsgemeinde zur Gründung eines Förderkreises, der schon nach kurzer Zeit innerhalb und außerhalb der Ortsgemeinde zahlreiche Mitglieder begrüßen konnte.