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Die Flavii setzen sich für eine möglichst genaue Darstellung römisch-provinzialer Lebenswelten ein. Dabei steht Authentizität und die Vermittlung lebendiger Geschichte im Vordergrund. Das zeigen viele der hier veröffentlichten Bilder und Texte. Wir freuen uns über gute Ideen und freundliche Beratung bei der Ausgestaltung des Kleinkastells in Pohl.

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Leben am Limes

Unsere Vorstellungen vom Leben der Römer sind von spannenden Filmen oder Asterix-Comics geprägt. In der römischen Provinz und gerade im grenznahen Bereich sah der Alltag ganz anders aus. 

Von den ungefähr 400.000 römischen Soldaten dienten nur etwa die Hälfte als Legionäre in Standorten im Hinterland (z.B. 10.000 in Mainz - Mogontiacum - und Straßburg - Argentorate). Die etwa 220.000 Auxiliarsoldaten waren keine römischen Staatsbürger, 30.000 von ihnen waren in Kastellen unmittelbar am Limes stationiert. Die Besatzung des Pohler Kleinkastells bestand wohl aus Einheimischen, die in so genannten »numeri« Dienst taten. Dies waren ursprünglich nach Bedarf gebildete kleine Aufklärungs- und Beobachtungstrupps, die später in reguläre Einheiten umgewandelt wurden.

Zum Leben am Limes gehören auch die »vici«, die Kastelldörfer. Sie bildeten sich in der Nähe des Kastells und beherbergten die Angehörigen der Soldaten, aber auch Händler, Handwerker und Gastwirte. Diese profitierten nicht nur von der Kastellbesatzung, sondern auch von Warenverkehr und Handel, der durch die Limesdurchlässe kanalisiert wurde.

Insgesamt eine nicht immer spektakuläre, aber durchaus interessante Konstellation, deren militärischer und ziviler Alltag sich in der Rekonstruktion des Limeskastells in Pohl widerspiegeln soll.