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Kinder am Tisch

Auf dem Aussichtshügel

Rundmühle

Bett

Karte

Insgesamt 10 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 13 Jahren hatten am 10. Juli 2012 einen wunderschönen Erlebnistag im Pohler Limeskastell, zumal auch das Wetter mitspielte.

Die Pädagogin, Limes-Cicerona und zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin Ute Keifenheim, die sich diese Aktion ausgedacht und geleitet hatte, begrüßte die Kinder auf dem Hügel vor dem Kastell und erklärte in einer Zeitreise das Leben von Kelten, Römern und Germanen. In einem Archäologiespiel wurden die Kinder als Forscherteam tätig und ertasteten römische Hinterlassenschaften und die Verwendbarkeit einiger Gegenstände. Bei einem Geschicklichkeitsspiel wuchs die Gruppe schnell zusammen und entwickelte geschickte Strategien zur Lösung. Damit zeichneten sie sich für das nachfolgende Mannschaftsspiel aus und versuchten mit viel Einsatz den Gegner, trotz Schildabwehr, mit einem Ball zu treffen.

Beeindruckt zeigten sie sich bei der Kastellbesichtigung und inspizierten die einzelnen Räume. Viele Fragen wollten beantwortet werden. Großen Spaß bereiteten das Ausprobieren der Liegestätten in der Soldatenstube und das Erforschen von römischer Rüstung und Waffen. Zum Mittagessen errichtete die Gruppe eine Feuerstelle auf der Kastellwiese: Eine Hühnersuppe im Topf über offenem Feuer gekocht schmeckte besonders gut und daher gab es unbegrenzten Nachschlag. Mit Eifer wurde auch Stockbrot gebacken und ein leckerer Römertrunk (Saftgemisch mit Honig) selbst hergestellt.

Im Limeskastell Pohl fand früher echter Handel zwischen ortsansässigen Germanen und Römern statt, der von den Kindern mit entsprechendem Warentausch nachgespielt wurde. Dafür wurde das Kastellumland erforscht und dort gefundene Handelsgüter dargeboten (dabei gibt es unter anderem blondes germanisches Frauenhaar, Felle, Wachs, Seife,...). Beim Orca-Wurfspiel versuchte die kleine Gruppe mit Tannenzapfen in verschiedengroße Tongefäße zu treffen. Nachdem ein echter Römerhelm über alle Kinderköpfe gewandert ist, wurde dieser auch als Pappmodell in fleißiger Bastelarbeit für den eigenen Kopf erarbeitet. Das Betrachten und Legen von römischen Mosaiksteinchen machte ebenfalls Freude und fand bei der Gestaltung eines eigenen Mosaikbildes aus Papier seine Künstler.

So wie die Römer ihren vielen Götter dankten, so fand sich die kleine Gruppe in der basilika zu einer Abschlussrunde zusammen. Aus dem schön geschmückten Innenkreis angelte sich noch jeder seinen »Glücksbringer« aus der römischen Götterwelt und verließ mit einem Limesatlas frohgemut das Kastell, um bei einem nächsten Erlebnistag bestimmt wieder mit auf eine neue Entdeckungsreise zu gehen.

BERICHT: HEINZ PFEIFER
FOTOGRAFIE: HEINZ PFEIFER, UTE KEIFENHEIM

Basteln von Römerhelmen

Stuhlkreis